Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement gegen soziale Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung“;
Preisträger: Projekt „Rückenwind – Hilfen für Angehörige Inhaftierter“ in Wittlich; Träger ist der Katholische Verein für soziale Dienste Trier e.V.

Wird der Partner, Vater, Sohn oder Bruder inhaftiert, gerät für viele Angehörige die Welt aus den Fugen. Konsequenzen der Haft sind starke soziale, psychische und finanzielle Belastungen für die Angehörigen. Sie haben Schuldgefühle, sie werden plötzlich von Freunden, Nachbarn und Kollegen gemieden, sind verunsichert, weil sie keine Kenntnisse über Regelungen und Abläufe des Strafvollzugs haben, schämen sich, haben Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung und sind einsam.

Unter der Trägerschaft des SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste Trier e.V. wurde im Oktober 2010 im Rahmen eines Modellprojektes in der Nachbarschaft der Justizvollzugsanstalt und Jugendstrafanstalt Wittlich die Einrichtung „Rückenwind“ ins Leben gerufen. Sie hat sich in den vergangenen drei Jahren zu einer wichtigen und helfenden Besucherkontaktstelle, Beratungs- und Anlaufstelle für Angehörige von Inhaftierten entwickelt. Rückenwind unterstützt die betroffenen Angehörigen in Form von „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit dem Ziel, ihnen in der schwierigen Zeit der Inhaftierung beizustehen und sie zu einer selbstständigen Lebensführung zu befähigen.

Text: Aus der Laudatio der Ministerpräsidentin

 

 

 

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