Der große Wittlicher Kopf symbolisiert die Gefühlslage von Angehörigen Inhaftierter
 
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...in strafrechtlicher Hinsicht

Viele Angehörige trifft die Inhaftierung  wie ein Schlag ins Gesicht. Plötzlich und unerwartet wird der Partner, der Sohn, Bruder oder das Kind inhaftiert.
Doch dann bekommt das Ganze ein Gesicht.
Viele Angehörige können im Nachhinein alles wie ein Puzzle zusammensetzen und fragen sich, ob sie es nicht hätten verhindern können.

 

...in persönlicher Hinsicht

Sie sehen den Tatsachen in die Augen
Angehörige können es erst nicht fassen, dann entwickeln sich jedoch unvorhersehbare Kräfte und lassen ihr inhaftiertes Familienmitglied nicht im Stich.
Angehörige sind jedoch zwischen Liebe und Wut hin und her gerissen. Einerseits zutiefst verletzt, häufig auch wütend. Andererseits möchten sie ihr inhaftiertes Familienmitglied nicht verlieren.
Sie möchten ihm etwas ins Gesicht sagen.
Unverständnis, Kommunikationsprobleme und die Überlegung "WAS" und "WIE sage ich es ihm" belasten den Kontakt zu dem Inhaftierten.


...in gesellschaftlicher Hinsicht

Angehörige versuchen ihr Gesicht zu wahren.
Sie erfinden Geschichten aus Angst vor Stigmatisierung und Diskriminierung.
Sie bedrückt die Angst ihr Gesicht zu verlieren.
Sie ziehen sich aus Scham zurück, sprechen nicht über ihre Probleme und sind einsam.

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