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Rückenwind erhält den Helmut-Simon Preis 2020 der Diakonie für den vorbildlichen Einsatz für Angehörige Inhaftierter

Die Freude bei uns war riesengroß als wir erfuhren dass wir den 1. Preis beim Wettbewerb um den Helmut-Simon Preis 2020 gewonnen haben. Der Helmut-Simon-Preis wird an innovative ehrenamtliche Initiativen oder Institutionen verliehen, die sich für die Überwindung von Armut und sozialer Ausgrenzung einsetzen. Träger des Preises sind die Diakonie Hessen, das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche der Pfalz sowie die Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe.
"Mit viel Leidenschaft, Empathie und Kreativität gelingt es den Preisträgerinnen und Preisträgern Menschen in ihrer Würde zu achten und ihnen durch ihre Arbeit auf Augenhöhe Selbstbewußtsein zu schenken", so die Worte von Landespfarrer Bähr anl. der Preisverleihung. Der Preis sollte von Ministerpräsidentin Dreyer mit einem Festakt in der Staastkanzlei überreicht werden.
Unser Projekt wurde von der Jury wie folgt bewertet: "Dieses Projekt halten wir für preiswürdig, weil es eine Gruppe von Menschen in den Blick rückt, von der die Öffentlichkeit wenig hört und die auch sehr selten in den fachlichen Fokus sozialer Arbeit rückt. Angehörige Inhaftierter, besonders deren Kinder, sind in vielfältiger Weise von Benachteiligung und Ausgrenzung betroffen. In der Regel ist es sehr schambesetzt Hilfe zu erbitten, wenn in Folge einer Inhaftierung die Existenz einer Familie bedroht ist. Ebenso schwierig ist es mit den psychosozialen Folgen zurecht zu kommen, die eine Stigmatisierung als Angehöriger von Inhaftierten in vielen Fällen mit sich bringt".
WIr sind mächtig stolz über die Preisverleihung und hochmotivert unser Angebot an die Angehörigen fort zu führen, wenn auch Corona uns in derzeit in unseren Aktivitäten sehr einschränkt.

Die Zeit im Gefängnis ändert nicht nur das Leben des inhaftierten Familienmitgliedes, sondern auch das der Partnerin, der Kinder Geschwister und Eltern.
Von der Situation der Inhaftierung ist die ganze Familie betroffen

Unsere Kontaktstelle nimmt sich in enger räumlicher Nähe zur Justizvollzugsanstalt und Jugendstrafanstalt Wittlich ausschließlich den Bedürfnissen von Angehörigen Inhaftierter an. Rückenwind bietet die Möglichkeit des Aufenthalts und Treffpunkts und der Beratung. Es handelt sich, wie der Name der Anlaufstelle schon andeutet, um eine Form von Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Ziel Angehörigen in der schwierigen Zeit der Inhaftierung beizustehen und sie zu einer selbstständigen Lebensführung zu befähigen.

Mit Rückenwind möchten wir vorhandene Potenziale stärken, zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung ermutigen und die Lebensbedingungen verbessern helfen. Unsere Beratungstätigkeit und unser Unterstützungsangebot orientieren sich am Prinzip der Freiwilligkeit, d. h. Umfang und Dauer der Hilfen werden von den Betroffenen selbst bestimmt.

Ansprechpartnerin

Sarah Horn
Telefon   06571 147 2528
Fax          06571 147 2569
E-Mail     info@rueckenwind-wittlich.de

Wir sind für Sie da

Montag bis Freitag                    9.00 - 13.00 Uhr